23.000 Menschen demonstrierten für eine nachhaltige Landwirtschaft

23.000 Menschen demonstrieren für eine ökologische Landwirtschaft

WWF-Flyer zur Fleischfrage finden reißenden Absatz

23.000 Menschen trotzten am 21. Januar Schneeregen und kaltem Wind und demonstrierten unter dem Motto „Wir haben es satt!“ gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in der Massentierhaltung und für einen Ausbau der ökologischen Landwirtschaft. Der bunte Zug startete vor dem Berliner Hauptbahnhof und endete mit einer Kundgebung vor dem Kanzleramt. Der WWF war mittendrin und machte Landwirtschaftsministerin Aigner auf seinem Banner unmissverständlich klar, dass „Öko die Zukunft ist“.

Design: Hendrik Haase

Am Tag vor der Demo hatte der WWF mit deutlichen Worten die landwirtschaftliche Förderpolitik der Bundesregierung kritisiert. Denn die ökologische Landwirtschaft wird gegenüber der konventionellen noch immer massiv benachteiligt. So werden für ökologischen Landbau und andere Formen der nachhaltigen Landwirtschaft gerade einmal Forschungsgelder in Höhe von 8 Mio. Euro pro Jahr bereitgestellt. Im Gegensatz dazu wird die Bioökonomie-Forschung, die auch auf Gentechnik und Biotechnologie setzt, pro Jahr mit 400 Millionen Euro gefördert. Mehr Infos hier >>

Aktivisten des WWF und der WWF-Jugend nutzten die Demo außerdem, um für die Fleischfrage zu werben und so die Diskussion über die Folgen unseres extrem hohen Fleischkonsums weiter zu befeuern. Auf Banner und Schildern stellten sie ausgewählte Fleischfragen wie „Gibt es ein Menschenrecht auf Wurst?“ oder „Ernähren wir uns eigentlich artgerecht?“. Die dazugehörigen Flyer mit der Frage „Würdest Du für Dein Steak einen Baum fällen?“ fanden reißenden Absatz und finden sich nun hoffentlich an tausenden Kühlschränken und Pinnwänden.

Vielen Dank an alle, die da waren und sich vom nass-kalten Wetter nicht abschrecken ließen. Wir haben damit der Bundesregierung und Ilse Aigner klar gemacht, dass sie eine ökologischere Ausrichtung der Agrarpolitik nicht länger blockieren soll und wir nicht akzeptieren, dass die EU-Agrarpolitik weiter nur in Hinterzimmern zwischen der Agrarlobby und dem Bundesministerium ausgekungelt wird.

Schaut Euch die Fotos von der Demo an: